Hitzetoleranter Stadtbaum mit später Hochsommerblüte
Japanischer Schnurbaum · Styphnolobium japonicum
Wärmeliebend, trockenheitsverträglich und tolerant gegenüber Stadtklima und verdichteten Böden, empfiehlt sich diese Art überall dort, wo ein klimaresilienter Schattenspender für versiegelte Straßen- und Platzsituationen gesucht wird und eine späte, duftende Hochsommerblüte erwünscht ist.
Über diese Art
Frosthärte ist die erste Frage für diese ursprünglich aus dem nördlichen und zentralen China stammende Art (Syn. Sophora japonica), und sie fällt günstig aus: In durchlässigem, nicht staunassem Boden ist Styphnolobium japonicum zuverlässig winterhart deutlich unter minus 20 °C (USDA-Zone 4b als sekundärer Bezug), sodass die Art in der Oberrheinebene, am Nieder- und Mittelrhein ebenso wie in den kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen einsetzbar ist, wo Kahlfrost wiederkehrend auftritt. Spätfrostschäden sind aufgrund des späten Laubaustriebs selten.
Die Stadtbaumeignung beruht auf einem belastbaren Eigenschaftsbündel: Da die Art aus sommerheißen Herkünften stammt, verträgt sie Hitze, Strahlungslast versiegelter Standorte und Luftschadstoffe, und das tiefreichende Wurzelwerk der Leguminose sichert nach dem Anwachsen eine ausgeprägte Trockenheitsverträglichkeit. Mit dokumentierter Hitze-, Trockenheits- und Schaderregertoleranz erfüllt sie die Kriterien einer klimaresilienten…
Frosthärte ist die erste Frage für diese ursprünglich aus dem nördlichen und zentralen China stammende Art (Syn. Sophora japonica), und sie fällt günstig aus: In durchlässigem, nicht staunassem Boden ist Styphnolobium japonicum zuverlässig winterhart deutlich unter minus 20 °C (USDA-Zone 4b als sekundärer Bezug), sodass die Art in der Oberrheinebene, am Nieder- und Mittelrhein ebenso wie in den kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen einsetzbar ist, wo Kahlfrost wiederkehrend auftritt. Spätfrostschäden sind aufgrund des späten Laubaustriebs selten.
Die Stadtbaumeignung beruht auf einem belastbaren Eigenschaftsbündel: Da die Art aus sommerheißen Herkünften stammt, verträgt sie Hitze, Strahlungslast versiegelter Standorte und Luftschadstoffe, und das tiefreichende Wurzelwerk der Leguminose sichert nach dem Anwachsen eine ausgeprägte Trockenheitsverträglichkeit. Mit dokumentierter Hitze-, Trockenheits- und Schaderregertoleranz erfüllt sie die Kriterien einer klimaresilienten Zukunftsbaumart.
Gegenüber Streusalz ist die Art mäßig empfindlich, weshalb exponierte Fahrbahnränder einen ausreichend bemessenen, nach FLL-Empfehlung dimensionierten Wurzelraum verlangen. Bevorzugt werden durchlässige, lehmig-sandige Böden in voller Sonne; auf Staunässe reagiert sie empfindlich, da das Wurzelsystem auf Luftführung angewiesen ist.
Im Stadtbaum-Kanon steht die Art neben Gleditsia triacanthos und Quercus cerris und bietet sich als trockenheitsverträgliche Ergänzung an, wo das Eschentriebsterben (Hymenoscyphus fraxineus) Fraxinus excelsior ausfallen lässt. Nennenswerte Krankheits- oder Schädlingsanfälligkeit ist nicht bekannt; das Holz ist jedoch vergleichsweise weich, sodass durch fachgerechten Aufbauschnitt eine stabile Astanbindung gegen Wind- und Schneelast zu sichern ist.
Der Habitus ist breit gerundet bis ausladend, ausgewachsen 15 bis 25 m hoch bei 12 bis 18 m Kronendurchmesser; im Freistand setzt die Krone tief an, lässt sich aber durch Erziehung auf einen klaren Stamm bringen. Die cremeweißen, leicht duftenden Rispen erscheinen erst von Juli bis September, also nach den meisten Stadtbäumen, und entfalten sich nach heißen Sommern am reichsten.
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