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Technisches Datenblatt
Quercus robur
diaplant.pt · 21/09/2026
Quercus robur

Heimischer Solitär- und Alleebaum mit tiefem Wurzelwerk

Stieleiche · Quercus robur

Wo ein langlebiger, weiträumig ausladender Großbaum die Grundstruktur einer Anlage über Jahrzehnte tragen soll und gleichzeitig die heimische Herkunft gefragt ist, bietet diese Eiche eine selten so umfassend belegte standörtliche Robustheit.

Quercus robur
Quercus robur
Größe Extra Large
Endhöhe 20–35 m
Endbreite 15–25 m
Belaubung Laubabwerfend
Wuchsform Rundkronig, Breitwachsend
Hitzetoleranz Mäßig
Trockenheitstoleranz Mäßig
Sonne Volle Sonne
Winterhärtezone Zone 3a–8b

Über diese Art

Die Stieleiche (Quercus robur) entwickelt eine breit gewölbte, im Alter ausladende Krone über einem kurzen, kräftigen Stamm und erreicht ausgewachsen 20 bis 35 m Höhe bei 15 bis 25 m Kronendurchmesser, weshalb sie als Solitär auf großen Flächen, in Parkanlagen und als Alleebaum dort einzuplanen ist, wo der Wurzelraum und der oberirdische Entwicklungsraum…
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Die Stieleiche (Quercus robur) entwickelt eine breit gewölbte, im Alter ausladende Krone über einem kurzen, kräftigen Stamm und erreicht ausgewachsen 20 bis 35 m Höhe bei 15 bis 25 m Kronendurchmesser, weshalb sie als Solitär auf großen Flächen, in Parkanlagen und als Alleebaum dort einzuplanen ist, wo der Wurzelraum und der oberirdische Entwicklungsraum langfristig gesichert sind. Der Wuchs ist mittelstark, in der Jugend zügig, im Alter mäßig zulegend, sodass sich der charakteristische, knorrige Habitus erst über mehrere Jahrzehnte ausprägt.

Die Frosthärte stellt für diese in ganz Mitteleuropa heimische Art keine begrenzende Größe dar: Als Bestandteil der natürlichen Waldgesellschaften von der norddeutschen Tiefebene bis ins Alpenvorland ist sie weit unter den in Deutschland auftretenden Wintertiefsttemperaturen winterhart und sowohl gegenüber Kahlfrost in den kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen als auch gegenüber Spätfrost im Alpenvorland unempfindlich. Damit entfällt die für viele eingeführte Arten kritische Standortprüfung, und die Art lässt sich ohne Frosthärte-Vorbehalt von der Küste bis in die Mittelgebirgslagen spezifizieren.

Die Standortansprüche sind weit gefasst: Die Stieleiche gedeiht auf lehmigen und tonigen Böden ebenso wie auf nährstoffkräftigen Sandböden und zeigt sich gegenüber dem pH-Wert tolerant, bevorzugt jedoch frische bis feuchte, gut durchlüftete Standorte. Da sie als Tiefwurzler eine ausgeprägte Pfahlwurzel ausbildet, erschließt sie tiefere Bodenwasservorräte und übersteht sommerliche Trockenphasen nach der Etablierung mäßig gut; auf stark versiegelten, austrocknenden Stadtstandorten ist in den ersten Standjahren eine gesicherte Wasserversorgung vorzusehen, während länger anhaltende Staunässe zu meiden ist.

Im städtischen Kontext eignet sich die Art aufgrund ihrer Verdichtungstoleranz und des tiefreichenden, belagsschonenden Wurzelwerks für Park-, Platz- und Alleepflanzungen mit ausreichend bemessenem Wurzelraum nach FLL-Empfehlung, während enge Baumscheiben ihrem Raumbedarf nicht gerecht werden. Gegenüber Streusalz reagiert sie empfindlich, weshalb fahrbahnnahe Standorte mit hohem Salzeintrag zu vermeiden sind.

Die Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit ist insgesamt gering; in feuchtwarmen Lagen kann Echter Mehltau am Laub auftreten, der jedoch die Vitalität etablierter Bäume kaum beeinträchtigt. Das tief dunkelgrüne, fest sitzende Laub erzeugt ab dem fünften Standjahr einen geschlossenen Schattenwurf und färbt sich im Herbst gelbbraun, bevor es teils marzeszent über den Winter haftet und die kräftige, tief gefurchte Borke die Wintersilhouette prägt.

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