Säulenförmige Stieleiche für schmale Straßenräume und Alleen
Stieleiche ‘Fastigiata Koster’ · Quercus robur ‘Fastigiata Koster’
Wo eine schmale, klar gefasste Vertikale gefragt ist, etwa in engen Straßenräumen, an Alleen mit begrenztem Kronenraum oder als architektonischer Solitär, bietet die säulenförmige Form der Stieleiche eine dauerhaft tragfähige Lösung mit dem Standortverhalten der robusten Art.
Kernfakten
Über diese Sorte
Charakteristisch ist der ausgeprägt aufrechte, säulenförmig-schlanke Habitus mit dicht um den Stamm gestellter Verzweigung: Im Alter erreicht die Sorte etwa 20 m Höhe bei nur rund 4 m Kronenbreite, sodass sie sich für Standorte mit begrenztem seitlichem Kronenraum eignet, an denen die breit ausladende Art (Quercus robur) ausscheidet. Das dunkelgrün glänzende, gelappte Laub treibt mittelspät aus und färbt sich im Herbst gelbbraun, womit die Sorte die saisonalen Aspekte der Art übernimmt.
Da die Sorte die Frosthärte der Stieleiche teilt, ist sie in allen deutschen Klimaregionen zuverlässig winterhart, vom milden Niederrhein über das kontinental geprägte ostdeutsche Tiefland bis in die Mittelgebirgslagen; ausgewachsene Exemplare überstehen Kahlfrost deutlich unter -20 °C ohne Schaden, da die Art an mitteleuropäische Winter mit wechselnden Frost-Tau-Zyklen angepasst ist. Lediglich der mittelspäte Laubaustrieb mindert das ohnehin geringe Spätfrostrisiko zusätzlich, was den Einsatz auch in…
Charakteristisch ist der ausgeprägt aufrechte, säulenförmig-schlanke Habitus mit dicht um den Stamm gestellter Verzweigung: Im Alter erreicht die Sorte etwa 20 m Höhe bei nur rund 4 m Kronenbreite, sodass sie sich für Standorte mit begrenztem seitlichem Kronenraum eignet, an denen die breit ausladende Art (Quercus robur) ausscheidet. Das dunkelgrün glänzende, gelappte Laub treibt mittelspät aus und färbt sich im Herbst gelbbraun, womit die Sorte die saisonalen Aspekte der Art übernimmt.
Da die Sorte die Frosthärte der Stieleiche teilt, ist sie in allen deutschen Klimaregionen zuverlässig winterhart, vom milden Niederrhein über das kontinental geprägte ostdeutsche Tiefland bis in die Mittelgebirgslagen; ausgewachsene Exemplare überstehen Kahlfrost deutlich unter -20 °C ohne Schaden, da die Art an mitteleuropäische Winter mit wechselnden Frost-Tau-Zyklen angepasst ist. Lediglich der mittelspäte Laubaustrieb mindert das ohnehin geringe Spätfrostrisiko zusätzlich, was den Einsatz auch in spätfrostgefährdeten Lagen des Alpenvorlandes erlaubt.
Standörtlich ist die Stieleiche anspruchslos und gedeiht auf nahezu allen Böden, von rheinischem Löss über lehmige Standorte bis zu schwereren, zeitweise wechselfeuchten Substraten, wobei sie tiefgründige, nicht dauerhaft staunasse Böden bevorzugt. Als tief wurzelnde Art mit kräftiger Pfahlwurzel erschließt sie Wasser aus der Tiefe, woraus eine belastbare Trockenheitsverträglichkeit nach der Anwachsphase resultiert; das tiefe Wurzelwerk macht sie zudem konfliktarm gegenüber Belägen und benachbarten Leitungen.
Für die Stadtbaumverwendung sprechen die dokumentierte Toleranz gegenüber Stadtklima, Luftschadstoffen und versiegelten, asphaltnahen Standorten sowie die schmale Krone, die geringe Baumscheiben- und Lichtraumbreiten bedient. Die Streusalztoleranz ist begrenzt, sodass exponierte Fahrbahnränder mit intensivem Winterdienst gemieden oder durch entsprechenden Wurzelraumschutz abgesichert werden sollten. Als heimische Art trägt die Stieleiche zudem ein außergewöhnlich breites Spektrum an Insekten und liefert mit ihren Eicheln Nahrung für Vögel und Kleinsäuger, was die ökologische Bilanz auch in der schmalkronigen Sorte erhält.
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