Schmalblättrige, schnittfeste Heckenpflanze für formale Strukturen
Portugiesische Lorbeerkirsche ‘Angustifolia’ · Prunus lusitanica ‘Angustifolia’
Wo eine immergrüne, dicht verzweigte Struktur für formale Hecken oder Solitärstellungen gefragt ist, bietet diese schmalblättrige Auslese eine feiner texturierte, robustere Alternative zur verbreiteten Kirschlorbeer-Bepflanzung, die sich gut in Schnitt halten lässt.
Über diese Sorte
Frosthärte bildet für mitteleuropäische Standorte die entscheidende Größe: Die Art gilt als deutlich winterhärter als der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) und übersteht auf warmem, durchlässigem Boden Fröste bis etwa minus 18 °C ohne Schaden, da gut ausgereiftes Holz die Tieftemperaturen besser verträgt. In den Weinbauklimaten der Niederrheinischen und Kölner Bucht sowie im Oberrheingraben ist sie zuverlässig winterhart, während in den kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen und den höheren Mittelgebirgslagen bei länger anhaltendem Kahlfrost eine geschützte Lage und ein nicht staunasser Standort anzuraten sind, weil Staunässe in Kombination mit Frost das Wurzelwerk schwächt.
Die Sortenbezeichnung 'Angustifolia' verweist auf die schmaleren, stärker länglichen Blätter, die der Pflanze gegenüber der Stammform eine feinere Textur verleihen, während sie das dunkelgrün glänzende, immergrüne Laub des Typs beibehält. Aus dieser dichten, aufrecht und gut strukturiert wachsenden…
Frosthärte bildet für mitteleuropäische Standorte die entscheidende Größe: Die Art gilt als deutlich winterhärter als der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) und übersteht auf warmem, durchlässigem Boden Fröste bis etwa minus 18 °C ohne Schaden, da gut ausgereiftes Holz die Tieftemperaturen besser verträgt. In den Weinbauklimaten der Niederrheinischen und Kölner Bucht sowie im Oberrheingraben ist sie zuverlässig winterhart, während in den kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen und den höheren Mittelgebirgslagen bei länger anhaltendem Kahlfrost eine geschützte Lage und ein nicht staunasser Standort anzuraten sind, weil Staunässe in Kombination mit Frost das Wurzelwerk schwächt.
Die Sortenbezeichnung 'Angustifolia' verweist auf die schmaleren, stärker länglichen Blätter, die der Pflanze gegenüber der Stammform eine feinere Textur verleihen, während sie das dunkelgrün glänzende, immergrüne Laub des Typs beibehält. Aus dieser dichten, aufrecht und gut strukturiert wachsenden Belaubung ergibt sich eine geschlossene Wintersilhouette, die für die Wirkung in der laubfreien Zeit sowie für blickdichte Abschirmungen ganzjährig trägt.
Im Frühjahr bis in den Frühsommer erscheinen aufrechte Trauben kleiner, weißer und duftender Blüten, die Bienen und andere Bestäuber anziehen; ihnen folgen ovale Steinfrüchte, die von Rot nach Schwarz abreifen und Vögeln als Nahrung dienen. Mit mäßigem Wuchs erreicht die Auslese ausgewachsen etwa 4 bis 6 m Höhe bei 2 bis 3 m Breite und bleibt damit auch für kleinkronige Standorte und engere Pflanzräume handhabbar.
Die Standortansprüche sind genügsam: Sie gedeiht auf unterschiedlichen, gut durchlässigen Böden, verträgt sowohl Halbschatten als auch volle Besonnung und übersteht als etablierte Pflanze kurze Trockenphasen, da das ausgebaute Wurzelwerk die Versorgung sichert. Ihre ausgeprägte Schnittverträglichkeit erlaubt die Formierung zu kompakten Hecken und Formschnitten; zu beachten bleibt die für die Gattung typische Anfälligkeit für den Silberglanz (Stereum purpureum), weshalb Schnittmaßnahmen in die trockene Vegetationszeit gelegt werden sollten.
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