Großkroniger Stadtbaum für versiegelte, sommerheiße Standorte
Ahornblättrige Platane · Platanus × hispanica
Wo großvolumiger Schattenwurf über versiegelten Plätzen, ein robustes Verhalten gegenüber Bodenverdichtung und verdichteter Stadtluft sowie ausgesprochene Schnitt- und Pollarderträglichkeit gefragt sind, gehört diese Platanus-Hybride zu den belastbarsten Großbäumen, die der innerstädtische Pflanzraum zulässt.
Über diese Art
Die Frosthärte ist für den deutschen Einsatz unkritisch: Die Hybride ist gegenüber der orientalischen Elternart deutlich kältetoleranter und übersteht in durchlässigem, nicht staunassem Boden Wintertiefstwerte um etwa minus 18 Grad Celsius zuverlässig, in geschützter Stadtlage auch tiefer. Während sie in der Oberrheinebene, am Niederrhein und in den rheinischen Wärmegebieten ohne Einschränkung gedeiht, ist in den kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen und höheren Mittelgebirgslagen bei länger anhaltendem Kahlfrost mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen, sofern keine geschützte Position gewählt wird.
Ihre eigentliche Stärke liegt in der Stadtbaumeignung. Da sie verdichtete Böden, Hitzereflexion versiegelter Flächen und hohe Feinstaubbelastung erträgt und die feinen Sternhaare des Laubaustriebs als wirksame Luftfilter wirken, zählt sie zu den belastbarsten Arten für stark beanspruchte innerstädtische Standorte. Gegenüber Streusalz ist sie mäßig tolerant. Auf dem…
Die Frosthärte ist für den deutschen Einsatz unkritisch: Die Hybride ist gegenüber der orientalischen Elternart deutlich kältetoleranter und übersteht in durchlässigem, nicht staunassem Boden Wintertiefstwerte um etwa minus 18 Grad Celsius zuverlässig, in geschützter Stadtlage auch tiefer. Während sie in der Oberrheinebene, am Niederrhein und in den rheinischen Wärmegebieten ohne Einschränkung gedeiht, ist in den kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen und höheren Mittelgebirgslagen bei länger anhaltendem Kahlfrost mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen, sofern keine geschützte Position gewählt wird.
Ihre eigentliche Stärke liegt in der Stadtbaumeignung. Da sie verdichtete Böden, Hitzereflexion versiegelter Flächen und hohe Feinstaubbelastung erträgt und die feinen Sternhaare des Laubaustriebs als wirksame Luftfilter wirken, zählt sie zu den belastbarsten Arten für stark beanspruchte innerstädtische Standorte. Gegenüber Streusalz ist sie mäßig tolerant. Auf dem Wasserhaushalt anspruchslos, verträgt sie sommerliche Trockenheit nach der Etablierung gut, reagiert auf dauerhafte Staunässe jedoch empfindlich, weshalb ein durchlässiger Wurzelraum nach FLL-Empfehlung anzuraten ist.
Operativ relevant ist das Wurzelverhalten: Die kräftigen, im Alter stark anlaufenden Stammfüße heben Beläge und Leitungen an, sodass die Art ihre Vorzüge in offenen Pflanzscheiben, auf Rasenflächen und in Parkanlagen besser ausspielt als in engen Baumscheiben. Als rasch wachsender Großbaum erreicht sie 20 bis 35 m Höhe bei 15 bis 25 m Kronenbreite; die in der Jugend kegelförmige, im Alter breit ausladende Krone verlangt entsprechenden Raum, lässt sich aber durch Kappung oder regelmäßigen Kopfschnitt dauerhaft auf engere Maße führen.
Phytosanitär ist die Massariakrankheit (Splanchnonema platani) die maßgebliche Einschränkung: Der Pilz verursacht ein plötzliches Absterben besonnter Starkäste an der Astoberseite und macht regelmäßige Baumkontrollen nach FLL-Baumkontrollrichtlinie erforderlich. Anthraknose und Mehltau treten auf, sind aber selten bestandsgefährdend. Gestalterisch trägt die exfolierende, in cremegrün bis ockerbraun marmorierte Borke die laubfreie Zeit, während das dichte, derbe Laub ab dem fünften Standjahr einen vollständigen Schattenwurf erzeugt.
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