Frühblühender Blütensolitär für geschützte, frische Standorte
Tulpen-Magnolie · Magnolia x soulangeana
Als laubabwerfender Großstrauch bis kleiner Baum mit breit ausladender, vielstämmiger Krone setzt diese Magnolienhybride den Blütenakzent vor dem Laubaustrieb; sie kommt dort zum Tragen, wo ein geschützter, frischer und schwach saurer Standort die früh erscheinende Blüte vor Spätfrost bewahrt.
Über diese Art
Magnolia x soulangeana, die Tulpen-Magnolie, ist eine zwischen M. denudata und M. liliiflora gezogene Kreuzung, die im März und April vor dem Laubaustrieb blüht und deren neun aufrecht stehende Tepalen außen rosa bis purpurn, innen weiß gefärbt sind. Da der Habitus jung mehrstämmig und strauchig beginnt und sich erst mit den Jahren zu einem breit ausladenden Kleinbaum von etwa fünf bis acht Metern Höhe und ähnlicher Kronenbreite entwickelt, eignet sich die Art als freistehender Blütensolitär, nicht als Straßen- oder Alleebaum.
Frosthart ist die Art in durchlässigem, nicht staunassem Boden bis etwa minus 18 Grad Celsius, in geschützter Stadtlage auch tiefer; bei länger anhaltendem Kahlfrost in offenen, kontinental geprägten Lagen ist mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen, weshalb sie in der Niederrheinischen Bucht, am Oberrhein und in milden Weinbaulagen zuverlässiger steht als in der ostdeutschen Tiefebene oder im Alpenvorland. Maßgeblich für die Standortwahl ist jedoch weniger…
Magnolia x soulangeana, die Tulpen-Magnolie, ist eine zwischen M. denudata und M. liliiflora gezogene Kreuzung, die im März und April vor dem Laubaustrieb blüht und deren neun aufrecht stehende Tepalen außen rosa bis purpurn, innen weiß gefärbt sind. Da der Habitus jung mehrstämmig und strauchig beginnt und sich erst mit den Jahren zu einem breit ausladenden Kleinbaum von etwa fünf bis acht Metern Höhe und ähnlicher Kronenbreite entwickelt, eignet sich die Art als freistehender Blütensolitär, nicht als Straßen- oder Alleebaum.
Frosthart ist die Art in durchlässigem, nicht staunassem Boden bis etwa minus 18 Grad Celsius, in geschützter Stadtlage auch tiefer; bei länger anhaltendem Kahlfrost in offenen, kontinental geprägten Lagen ist mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen, weshalb sie in der Niederrheinischen Bucht, am Oberrhein und in milden Weinbaulagen zuverlässiger steht als in der ostdeutschen Tiefebene oder im Alpenvorland. Maßgeblich für die Standortwahl ist jedoch weniger die Winterhärte als die Spätfrostgefährdung der früh erscheinenden Blüte, die bereits durch leichten Frost geschädigt wird; eine geschützte Lage und, wo das Sortiment es zulässt, spätblühende Sorten mindern dieses Risiko.
Die Tulpen-Magnolie gedeiht auf den meisten frischen, humosen und schwach sauren Böden, während sie auf flachgründigem Kalk und auf trockenen Standorten versagt, da ihre Trockenheitsverträglichkeit gering ist; eine Stadtbaum- oder Zukunftsbaumeignung im versiegelten, hitzebelasteten Straßenraum besteht aus diesem Grund nicht. Gegenüber Wind zeigt sie sich vergleichsweise robust, und nach Schnitt oder Spätfrostschäden treibt sie aus dem alten Holz kräftig wieder aus.
Das fleischige, eher flach streichende Wurzelwerk beansprucht offenen, ungestörten Wurzelraum und verträgt verdichtete Substrate schlecht, sodass ein ausreichend bemessenes Pflanzbeet einzuplanen ist. Krankheits- und Schädlingsdruck ist gering, und da die Art keiner der phytosanitär belasteten Gattungen angehört, eignet sie sich als blühender Hausgarten-, Park- und Vorgartensolitär dort, wo ein geschützter, frischer Standort die frühe Blüte trägt.
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