Trockenheitsverträgliche Esche für sommerwarme, klimaresiliente Stadtstandorte
Schmalblättrige Esche · Fraxinus angustifolia
Hitze- und trockenheitsverträglicher Stadtbaum mediterraner Herkunft, der sich anbietet, wenn auf sommerwarmen, durchlässigen Standorten eine fein texturierte, mittelgroße Allee- oder Solitärlösung gesucht wird, die sommerliche Trockenheit zuverlässig übersteht.
Über diese Art
Die aus Südeuropa und Nordafrika stammende Schmalblättrige Esche erreicht in mitteleuropäischer Kultur eine Endhöhe von etwa 15 bis 25 m bei einer Kronenbreite von 10 bis 15 m, wobei sich der anfangs rasche Wuchs ab dem fünften Standjahr deutlich verlangsamt. Habitus und Kronenaufbau sind eiförmig bis abgerundet, mit aufrechtem Leittrieb und vergleichsweise feiner Verzweigung; das schmale, gefiederte Laub erzeugt einen lichteren Schattenwurf als bei Fraxinus excelsior, was die Art für Plätze und Promenaden mit Unterpflanzung empfiehlt.
Frosthart ist die Art bis etwa minus 18 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden, womit sie in der Oberrheinebene, am Niederrhein sowie in der Niederrheinischen und Kölner Bucht zuverlässig zu kultivieren ist. In den ostdeutschen Tieflagen und in höheren Mittelgebirgslagen ist bei länger anhaltendem Kahlfrost unter minus 15 °C mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen, weshalb dort nur geschützte, gut wasserabführende Lagen empfohlen werden.
Ihre…
Die aus Südeuropa und Nordafrika stammende Schmalblättrige Esche erreicht in mitteleuropäischer Kultur eine Endhöhe von etwa 15 bis 25 m bei einer Kronenbreite von 10 bis 15 m, wobei sich der anfangs rasche Wuchs ab dem fünften Standjahr deutlich verlangsamt. Habitus und Kronenaufbau sind eiförmig bis abgerundet, mit aufrechtem Leittrieb und vergleichsweise feiner Verzweigung; das schmale, gefiederte Laub erzeugt einen lichteren Schattenwurf als bei Fraxinus excelsior, was die Art für Plätze und Promenaden mit Unterpflanzung empfiehlt.
Frosthart ist die Art bis etwa minus 18 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden, womit sie in der Oberrheinebene, am Niederrhein sowie in der Niederrheinischen und Kölner Bucht zuverlässig zu kultivieren ist. In den ostdeutschen Tieflagen und in höheren Mittelgebirgslagen ist bei länger anhaltendem Kahlfrost unter minus 15 °C mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen, weshalb dort nur geschützte, gut wasserabführende Lagen empfohlen werden.
Ihre Stadtbaumeignung ergibt sich aus der ausgeprägten Hitzetoleranz und einer hohen Trockenheitsverträglichkeit, die auf einem tief reichenden, kräftigen Wurzelsystem beruhen; versiegelte, sommerwarme Standorte mit eingeschränktem Wurzelraum werden besser vertragen als von Fraxinus excelsior. Streusalz wird mäßig toleriert, Bodenverdichtung in begrenztem Umfang; eine FLL-konforme Wurzelraumkonstruktion ist auf Verkehrsflächen weiterhin geboten.
Gegenüber dem Eschentriebsterben (Hymenoscyphus fraxineus) zeigt Fraxinus angustifolia nach derzeitigem Erkenntnisstand eine etwas geringere Anfälligkeit als die heimische Gemeine Esche, gilt jedoch nicht als resistent; eine vollständige Substitution betroffener Bestände ist daraus nicht abzuleiten, wohl aber eine Diversifizierung des Sortiments auf wärmebegünstigten Standorten. Die Blüte erfolgt vor dem Laubaustrieb im März und April, die Herbstfärbung ist gelblich bis bronzefarben und kurz.
In Pflanzlisten lässt sich die Art als trockenheitsverträgliche, klimaresiliente Ergänzung zum etablierten Stadtbaumkanon aus Gleditsia triacanthos, Sophora japonica und Quercus cerris begründen, sofern Standortwärme, Drainage und sommerliche Wasserführung gegeben sind.
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