Säulenförmige Purpurbuche für formale Achsen und schmale Parkstandorte
Rotbuche ‘Dawyck Purple’ · Fagus sylvatica ‘Dawyck Purple’
Aufrechte Säulenform der Dawyck-Reihe in der purpurlaubigen Variante, geeignet für formale Sichtachsen, Alleenpflanzungen mit begrenztem Kronenraum und Solitärstellungen, sofern der Standort den Standortansprüchen der Rotbuche genügt.
Kernfakten
Über diese Sorte
Fagus sylvatica 'Dawyck Purple' verbindet den fastigiaten Habitus der ursprünglich im Dawyck Botanic Garden selektierten 'Dawyck'-Form mit dem dunkelpurpurnen Laub der Blutbuchen-Linie. Die Krone bleibt schmal, dicht verzweigt und nahezu strikt aufrecht, wodurch ausgewachsene Exemplare bei 12 bis 18 m Höhe nur 3 bis 5 m Kronendurchmesser entwickeln. Im Austrieb glänzend purpurschwarz, vertiefen sich die Blätter bis zum Sommer zu mattem Weinrot und gehen im Herbst in kupferrote bis bronzefarbene Töne über.
Die Sorte erbt die vollständigen Standortansprüche der Rotbuche und ist deshalb nicht als Stadt- oder Klimabaum einzustufen. Sie verlangt tiefgründige, frische, humose, gut durchlüftete Böden in mäßig saurem bis schwach kalkhaltigem pH-Bereich; Verdichtung, Staunässe, längere Sommertrockenheit und ungeschützte Hitzeexposition werden ebenso schlecht vertragen wie Streusalz. Geeignete Standorte sind Park-, Friedhofs-, Kurpark- und größere Hausgartenanlagen sowie Sichtachsen im…
Fagus sylvatica 'Dawyck Purple' verbindet den fastigiaten Habitus der ursprünglich im Dawyck Botanic Garden selektierten 'Dawyck'-Form mit dem dunkelpurpurnen Laub der Blutbuchen-Linie. Die Krone bleibt schmal, dicht verzweigt und nahezu strikt aufrecht, wodurch ausgewachsene Exemplare bei 12 bis 18 m Höhe nur 3 bis 5 m Kronendurchmesser entwickeln. Im Austrieb glänzend purpurschwarz, vertiefen sich die Blätter bis zum Sommer zu mattem Weinrot und gehen im Herbst in kupferrote bis bronzefarbene Töne über.
Die Sorte erbt die vollständigen Standortansprüche der Rotbuche und ist deshalb nicht als Stadt- oder Klimabaum einzustufen. Sie verlangt tiefgründige, frische, humose, gut durchlüftete Böden in mäßig saurem bis schwach kalkhaltigem pH-Bereich; Verdichtung, Staunässe, längere Sommertrockenheit und ungeschützte Hitzeexposition werden ebenso schlecht vertragen wie Streusalz. Geeignete Standorte sind Park-, Friedhofs-, Kurpark- und größere Hausgartenanlagen sowie Sichtachsen im englischen Landschaftspark, in denen der schmale Säulenhabitus formale Linien bei minimalem Grundflächenbedarf trägt.
Frosthärtebezogen bestehen für mitteleuropäische Verhältnisse keine Einschränkungen, da die Art im gesamten deutschen Verbreitungsgebiet von der norddeutschen Tiefebene bis in die Mittelgebirgslagen heimisch ist; dokumentierte Schäden treten erst bei länger anhaltendem Kahlfrost unterhalb -25 °C an den glatten, dünnrindigen Stämmen auf, wo südexponierte Frostrisse auftreten können. Spätfröste nach dem Austrieb Ende April bis Anfang Mai können den jährlichen Längenzuwachs schädigen, was bei der ohnehin langsamen bis mäßigen Wuchsleistung kalkuliert sein muss.
Im Vergleich zum Stamm-Dawyck und zu Carpinus betulus 'Fastigiata' bietet 'Dawyck Purple' die schmale Säulensilhouette bei dauerhaft purpurner Laubwirkung über die gesamte Vegetationsperiode, ohne die im Alter zur Eiform neigende Verbreiterung von Carpinus. Schnittmaßnahmen sind bei korrekter Standortwahl nicht erforderlich; die Astanbindung ist von Natur aus eng und stabil, die Sortenechtheit über veredelte Vermehrung gesichert.
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