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Technisches Datenblatt
Crataegus monogyna
diaplant.pt · 21/09/2026
Crataegus monogyna

Heimischer Kleinbaum für klimaresiliente Stadt- und Freiraumpflanzungen

Eingriffeliger Weißdorn · Crataegus monogyna

Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) gehört zu den heimischen Kleinbäumen, die in der GALK-Stadtbaumliste für kleinkronige Standorte geführt werden, und eignet sich für Pflanzungen, in denen Trockenheitsverträglichkeit, Hitzetoleranz und ökologischer Wert zusammen gefordert sind.

Crataegus monogyna
Größe Large
Endhöhe 5–10 m
Endbreite 4–8 m
Belaubung Laubabwerfend
Wuchsform Rundkronig
Hitzetoleranz Mäßig
Trockenheitstoleranz Hoch
Sonne Volle Sonne, Halbschatten
Winterhärtezone Zone 4a–8b

Über diese Art

Crataegus monogyna wächst als sommergrüner Kleinbaum oder Großstrauch mit rundlicher, im Alter unregelmäßig ausladender Krone und erreicht in Mitteleuropa Endhöhen zwischen fünf und zehn Metern bei einer Kronenbreite von vier bis acht Metern. Die jüngeren Triebe tragen kräftige Dornen, das tiefgrüne, drei- bis siebenlappige Laub erscheint früh im Frühjahr,…
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Crataegus monogyna wächst als sommergrüner Kleinbaum oder Großstrauch mit rundlicher, im Alter unregelmäßig ausladender Krone und erreicht in Mitteleuropa Endhöhen zwischen fünf und zehn Metern bei einer Kronenbreite von vier bis acht Metern. Die jüngeren Triebe tragen kräftige Dornen, das tiefgrüne, drei- bis siebenlappige Laub erscheint früh im Frühjahr, gefolgt von der charakteristischen weißen, leicht duftenden Blüte in den Monaten Mai und Juni. Im Herbst entwickelt sich der einsamige, dunkelrote Apfelfrucht-Behang, der bis weit in den Winter an den Zweigen verbleibt.

Die Art ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, das Europa, Nordwestafrika und Westasien umfasst, autochthon und gilt damit in Deutschland flächendeckend als winterhart; dokumentierte Frosthärte reicht bis etwa minus dreißig Grad Celsius, sodass weder die Kahlfrostlagen der ostdeutschen Tiefebene noch die Spätfrostgefährdung im bayerischen Alpenvorland eine standörtliche Einschränkung darstellen. Das tief reichende, pfahlwurzelartige Wurzelsystem erschließt Wasser aus tieferen Bodenschichten und begründet die ausgeprägte Trockenheitsverträglichkeit, die der Baum auf versiegelten, sommerwarmen Standorten der Oberrheinebene oder im Ruhr- und Rheinland-Ballungsraum zuverlässig zeigt.

Hinsichtlich der Bodenansprüche zeigt sich die Art bemerkenswert anspruchslos: durchlässige Lehm-, Sand- und Kalkböden werden gleichermaßen besiedelt, ein höherer pH-Wert wird ohne Mangelerscheinungen toleriert, und sowohl Streusalzeinträge als auch verdichtete Baumscheiben werden in dem Maße ertragen, das sie in der GALK-Einstufung als Kleinbaum für innerstädtische Standorte rechtfertigt. In dieser Rolle ergänzt der Weißdorn das Sortiment kleinkroniger Stadtbäume, das in Deutschland traditionell von Sorbus aria, Sorbus intermedia und Prunus padus getragen wird, und liefert dort, wo eine heimische und ökologisch wertvolle Alternative gefordert ist, eine fachlich tragfähige Antwort.

Die Schnittverträglichkeit ist hoch, was den Einsatz als geschnittene Hecke, als überstellter Solitär in Friedhofs- und Parkanlagen sowie als Heister in naturnahen Pflanzungen ermöglicht; die Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit bleibt im Vergleich zu anderen Rosaceen moderat, eine erhöhte Aufmerksamkeit gilt allenfalls dem Feuerbrand (Erwinia amylovora), gegen den im Pflanzplan auf eine ausreichende Distanz zu Kernobstkulturen zu achten ist.

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