Großblütiger Hartriegel-Hybrid für halbschattige Lagen mit saurem Boden
Japanischer Blumenhartriegel ‘Venus’ · Cornus kousa ‘Venus’
Die Rutgers-Hybride Cornus 'Venus', aus der Kreuzung mehrerer Hartriegelarten mit Cornus kousa als prägendem Elternteil hervorgegangen, vereint die Anthraknose-Resistenz des Japanischen Blumenhartriegels mit ungewöhnlich großen, bis 12 cm breiten weißen Hochblättern und einer mehrstämmigen Solitärwirkung.
Kernfakten
Über diese Sorte
Cornus 'Venus' ist eine an der Rutgers University gezüchtete Hybride mit Cornus kousa und Cornus nuttallii im Hintergrund, die als mehrstämmiges Solitärgehölz oder am Hochstamm gezogen wird. Im Reifezustand erreicht die Sorte 5 bis 7 m Höhe bei 4 bis 6 m Kronenbreite und entwickelt einen gerundeten, in der Jugend straff aufrechten, im Alter ausladenden Habitus. Das auffälligste Merkmal sind die im Mai bis Juni erscheinenden, bis etwa 12 cm breiten weißen Hochblätter, die deutlich über die Brakteengröße der Stammart hinausgehen.
Standortseitig verlangt 'Venus' wie die Stammart frische, gut durchlässige, leicht saure bis neutrale Böden; auf staunassen Substraten und auf stark kalkhaltigen Lehmen sind Ausfälle und Chlorosen zu erwarten, weshalb sich die Hybride für rheinische oder fränkische Kalkstandorte nur eingeschränkt eignet. Die Frosthärte folgt im Wesentlichen Cornus kousa und liegt zuverlässig bei etwa minus 23 bis minus 25 °C; in der Oberrheinebene, am Niederrhein und in…
Cornus 'Venus' ist eine an der Rutgers University gezüchtete Hybride mit Cornus kousa und Cornus nuttallii im Hintergrund, die als mehrstämmiges Solitärgehölz oder am Hochstamm gezogen wird. Im Reifezustand erreicht die Sorte 5 bis 7 m Höhe bei 4 bis 6 m Kronenbreite und entwickelt einen gerundeten, in der Jugend straff aufrechten, im Alter ausladenden Habitus. Das auffälligste Merkmal sind die im Mai bis Juni erscheinenden, bis etwa 12 cm breiten weißen Hochblätter, die deutlich über die Brakteengröße der Stammart hinausgehen.
Standortseitig verlangt 'Venus' wie die Stammart frische, gut durchlässige, leicht saure bis neutrale Böden; auf staunassen Substraten und auf stark kalkhaltigen Lehmen sind Ausfälle und Chlorosen zu erwarten, weshalb sich die Hybride für rheinische oder fränkische Kalkstandorte nur eingeschränkt eignet. Die Frosthärte folgt im Wesentlichen Cornus kousa und liegt zuverlässig bei etwa minus 23 bis minus 25 °C; in der Oberrheinebene, am Niederrhein und in westdeutschen Weinbauklimaten ist sie sicher winterhart, während in der ostdeutschen Tiefebene und im bayerischen Alpenvorland mit Kahlfrostschäden am einjährigen Holz und mit Spätfrostgefährdung der austreibenden Triebe zu rechnen ist.
Für die offene Stadtlandschaft eignet sich die Sorte als blühender Solitär in halbschattigen Innenhöfen, Atrien und Wohnumfeldern mit ausreichend durchwurzelbarem Bodenvolumen; für die klassische Baumscheibe an stark frequentierter, streusalzbelasteter Straße ist sie nicht vorgesehen, da die Salztoleranz gering und die Wurzeln flach streichend sind. Gegenüber der für die nordamerikanischen Hartriegelarten verheerenden Anthraknose (Discula destructiva) ist 'Venus' deutlich widerstandsfähiger, sodass sie sich in Anlagen, in denen Cornus florida aus phytosanitären Gründen ausscheidet, als belastbare Alternative anbietet.
Über das Jahr hin trägt die Sorte vier ablesbare Aspekte: das frischgrüne, glänzende Laub im Frühsommer, die großen weißen Hochblätter zur Hauptblüte, scharlachrote, himbeerähnliche Sammelsteinfrüchte im Spätsommer und eine kräftig purpurrote Herbstfärbung. Schnittmaßnahmen beschränken sich auf die Erhaltung des Kronenaufbaus; ein regelmäßiger Pflegeschnitt entfällt, da sich der natürliche Habitus ohne Eingriff trägt.
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