Hitzetoleranter Stadtbaum für kalkhaltige, sommertrockene Standorte
Südlicher Zürgelbaum · Celtis australis
{# A tabela de LOTES (§C, «zoom no lote») foi movida para baixo das características (botânica em cima, lotes em baixo — reunião 24/07). Ver #crm-lotes mais abaixo. #}Im klimaangepassten Stadtbaumsortiment eine trockenheits- und hitzetolerante Art mit ruhiger, rundkroniger Wuchsform, die sich für versiegelte, sommerwarme Lagen mit durchlässigem, auch kalkhaltigem Substrat bestens eignet und zuverlässig Sommerschatten spendet.
Über diese Art
Die Frosthärte liegt nach derzeitiger Datenlage bei etwa -18 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden, in geschützter Stadtlage bis -20 °C dokumentiert, während bei länger anhaltendem Kahlfrost unter -15 °C in offenen Lagen mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen bleibt. Zuverlässig winterhart zeigt sich die Art in der Oberrheinebene, am Niederrhein, in der Kölner Bucht und im Rhein-Main-Gebiet, also dort, wo Quercus ilex und Sophora japonica bereits etabliert sind. In der östlichen Tiefebene, im bayerischen Alpenvorland und in höheren Mittelgebirgslagen ist die Verwendung auf geschützte Stadtklimasituationen zu beschränken, da die sommerliche Holzreife unter mitteleuropäischen Bedingungen langsamer verläuft als im mediterranen Verbreitungsgebiet.
Auf versiegelten, sommerheißen Standorten zeigt die Art eine ausgeprägte Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit, die sich aus der mediterranen Herkunft begründet und sie für innerstädtische Platzanlagen, Parkplätze und schmale…
Die Frosthärte liegt nach derzeitiger Datenlage bei etwa -18 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden, in geschützter Stadtlage bis -20 °C dokumentiert, während bei länger anhaltendem Kahlfrost unter -15 °C in offenen Lagen mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen bleibt. Zuverlässig winterhart zeigt sich die Art in der Oberrheinebene, am Niederrhein, in der Kölner Bucht und im Rhein-Main-Gebiet, also dort, wo Quercus ilex und Sophora japonica bereits etabliert sind. In der östlichen Tiefebene, im bayerischen Alpenvorland und in höheren Mittelgebirgslagen ist die Verwendung auf geschützte Stadtklimasituationen zu beschränken, da die sommerliche Holzreife unter mitteleuropäischen Bedingungen langsamer verläuft als im mediterranen Verbreitungsgebiet.
Auf versiegelten, sommerheißen Standorten zeigt die Art eine ausgeprägte Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit, die sich aus der mediterranen Herkunft begründet und sie für innerstädtische Platzanlagen, Parkplätze und schmale Straßenraumprofile qualifiziert. Die Bodenansprüche sind moderat: gut durchlässige, lehmige bis sandige Substrate werden bevorzugt, kalkhaltige Böden ausdrücklich vertragen, während Staunässe und stark verdichtete, sauerstoffarme Wurzelbereiche zu meiden sind. Das Wurzelsystem entwickelt sich überwiegend tiefgehend, wodurch die Art im Vergleich zu Flachwurzlern wie Acer pseudoplatanus weniger Konflikte mit Belägen und oberflächennahen Leitungen verursacht und sich für Baumscheiben mit fachgerecht dimensioniertem Wurzelraum nach FLL-Empfehlung eignet.
Gegenüber den in Deutschland relevanten Schaderregern an städtischen Leitbaumarten ist Celtis australis bislang unauffällig: weder ein dem Eschentriebsterben (Hymenoscyphus fraxineus) oder der Massariakrankheit an Platanus vergleichbares Schadbild noch eine ausgeprägte Anfälligkeit gegenüber Streusalz sind dokumentiert, was die Art in der Diskussion um klimaresiliente Baumarten und als Ergänzung zum klassischen Stadtbaumsortiment relevant macht. Eine moderate Streusalzverträglichkeit erlaubt den Einsatz an mäßig belasteten Straßenstandorten; in Streusalzschwerpunkten ist sie jedoch nicht als Erstwahl zu führen.
Die Wuchsform ist im Alter breitrundlich bis ausladend, mit ausgewachsenen Höhen von 15 bis 25 m und Kronenbreiten von 10 bis 15 m, wobei mitteleuropäische Bestände die Maximalwerte selten erreichen. Die glatte, hellgraue Borke erinnert in ihrer elefantenhaft anmutenden Oberfläche an Fagus sylvatica und prägt die Wintersilhouette deutlich. Das schmale, fein gezähnte, dunkelgrüne Laub treibt mittelspät aus, was das Spätfrostrisiko vermindert, und färbt sich im Herbst blassgelb; die kleinen, dunkel ausreifenden Steinfrüchte werden von Vögeln rasch aufgenommen und stellen keine relevante Verschmutzungsquelle für Verkehrsflächen dar.
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