Hitzetolerante Solitärkonifere für sommerwarme, trockenheitsgeprägte Standorte
Atlaszeder · Cedrus atlantica
Ein großkroniger immergrüner Solitärbaum aus dem Atlas- und Rifgebirge, der sich in trockenheitsgeprägten, sommerwarmen Lagen mit durchlässigem Boden als langlebige, raumprägende Setzung empfiehlt und seine breite, flach gewölbte Krone über Jahrzehnte aufbaut.
Über diese Art
In der Jugend kegelförmig, im Alter breitausladend und mit waagerecht geschichteter Astanbindung, erreicht Cedrus atlantica in mitteleuropäischer Kultur 20 bis 30 m Höhe bei einer Kronenbreite von 10 bis 15 m und einer Lebensdauer, die ein Jahrhundert regelmäßig überschreitet. Die 10 bis 25 mm langen, in dichten Büscheln stehenden Nadeln variieren je nach Provenienz von graugrün bis silbrigblau, wobei die Glauca Group die in Park- und Solitärverwendung meistgepflanzte Auslese stellt. Aufrecht auf den Astoberseiten sitzende Zapfen und eine im Alter in rechteckigen Schuppen aufreißende Borke prägen auch die Wintersilhouette.
Die Frosthärte ist standortabhängig zu bewerten. Auf durchlässigem, nicht staunassem Boden gilt die Art als winterhart bis etwa minus 20 Grad Celsius und ist damit in der Oberrheinebene, der Kölner und Niederrheinischen Bucht sowie in geschützten Stadtlagen West- und Süddeutschlands zuverlässig. In der ostdeutschen Tiefebene und höheren Mittelgebirgslagen ist bei…
In der Jugend kegelförmig, im Alter breitausladend und mit waagerecht geschichteter Astanbindung, erreicht Cedrus atlantica in mitteleuropäischer Kultur 20 bis 30 m Höhe bei einer Kronenbreite von 10 bis 15 m und einer Lebensdauer, die ein Jahrhundert regelmäßig überschreitet. Die 10 bis 25 mm langen, in dichten Büscheln stehenden Nadeln variieren je nach Provenienz von graugrün bis silbrigblau, wobei die Glauca Group die in Park- und Solitärverwendung meistgepflanzte Auslese stellt. Aufrecht auf den Astoberseiten sitzende Zapfen und eine im Alter in rechteckigen Schuppen aufreißende Borke prägen auch die Wintersilhouette.
Die Frosthärte ist standortabhängig zu bewerten. Auf durchlässigem, nicht staunassem Boden gilt die Art als winterhart bis etwa minus 20 Grad Celsius und ist damit in der Oberrheinebene, der Kölner und Niederrheinischen Bucht sowie in geschützten Stadtlagen West- und Süddeutschlands zuverlässig. In der ostdeutschen Tiefebene und höheren Mittelgebirgslagen ist bei länger anhaltendem Kahlfrost mit Schäden am einjährigen Holz zu rechnen, weshalb dort nur geschützte Positionen empfehlenswert sind; Spätfrostschäden treten selten auf, da der Austrieb spät und über mehrere Wochen verteilt erfolgt.
Die Herkunft aus dem nordafrikanischen Atlasgebirge erklärt die ausgeprägte Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit, die durch ein tiefreichendes Pfahlwurzelsystem getragen wird und etablierte Exemplare nach dem dritten bis vierten Standjahr weitgehend unabhängig von Zusatzbewässerung macht. Bevorzugt werden tiefgründige, durchlässige, leicht saure bis neutrale Lehm- oder Sandlehmböden; Staunässe wird nicht vertragen und begünstigt Phytophthora-bedingte Wurzelfäulen, womit der Standort das eigentliche Selektionskriterium darstellt. Streusalz wird nur mäßig ertragen; die Art ist daher kein klassischer Straßenbaum, sondern Solitär für Park-, Friedhofs- und Quartiersanlagen mit ausreichendem Wurzelraum.
Der Endhabitus verlangt eine Mindestpflanzfläche, die der späteren Kronenbreite Rechnung trägt, und einen offenen Standort ohne Konkurrenz im Oberstand. Wegen des ausgeprägten Pfahlwurzels gilt die Atlaszeder als verpflanzungsempfindlich, weshalb mehrjährig vorkultivierte Großgehölze mit konsolidiertem Wurzelsystem Voraussetzung für ein sicheres Anwachsen sind. Krankheits- und Schädlingsdruck ist in Mitteleuropa gering; gelegentlich tritt Triebspitzendürre auf, eine systematische Anfälligkeit nach Art des Eschentriebsterbens besteht nicht. In der Klima-Artenmatrix wird sie für sommerheiße Wärmegebiete geführt, in der GALK-Straßenbaumliste ist sie nicht enthalten, lässt sich aber dort verantwortbar einsetzen, wo Wurzelraum, Bodenstruktur und Frostdisziplin des Standorts es zulassen.
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