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Acer rubrum
diaplant.pt · 21/09/2026
Acer rubrum

Herbstfärbung und Stauwasserverträglichkeit auf sauren Sandböden

Rotahorn · Acer rubrum

Der Rotahorn (Acer rubrum) ist ein in Norddeutschland bewährter Stadt- und Parkbaum mit scharlachroter Herbstfärbung, dessen kalkmeidende Veranlagung den Einsatz auf saure Sandböden oder kontrolliert ausgewechseltes Substrat begrenzt.

Acer rubrum
Acer rubrum
Acer rubrum
Acer rubrum
Größe Extra Large
Endhöhe 12–20 m
Endbreite 9–15 m
Belaubung Laubabwerfend
Wuchsform Rundkronig, Aufrecht
Hitzetoleranz Mäßig
Trockenheitstoleranz Mäßig
Sonne Volle Sonne, Halbschatten
Winterhärtezone Zone 3a–9a

Über diese Art

Acer rubrum erreicht in mitteleuropäischer Kultur Endhöhen von 18 bis 25 m bei oval-aufrechtem, im Alter breit-rundlichem Kronenaufbau und gilt unter den eingeführten Stadtbäumen als rasch wüchsig. Die scharlach- bis purpurrote Herbstfärbung ist das primäre Spezifikationsargument; ergänzend tritt im März, noch vor dem Laubaustrieb, ein leuchtend roter…
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Acer rubrum erreicht in mitteleuropäischer Kultur Endhöhen von 18 bis 25 m bei oval-aufrechtem, im Alter breit-rundlichem Kronenaufbau und gilt unter den eingeführten Stadtbäumen als rasch wüchsig. Die scharlach- bis purpurrote Herbstfärbung ist das primäre Spezifikationsargument; ergänzend tritt im März, noch vor dem Laubaustrieb, ein leuchtend roter Blühaspekt auf, der in der laubfreien Wintersilhouette einen markanten Saisonakzent setzt. Die Rinde junger Stämme bleibt glatt und hellgrau, im Alter in plattenartige Schuppen aufreißend.

Standörtlich ist die Art ausgesprochen kalkmeidend: Auf den weit verbreiteten kalkhaltigen Lössböden Norddeutschlands sowie auf den Kalksteinlagen Süddeutschlands stellt sich rasch Mangan- und Eisenchlorose ein, weshalb der zuverlässige Einsatz auf saure Sandböden beschränkt bleibt, wie sie in Heidegebieten (Lüneburger Heide), in Teilen der Pfalz, der Sächsischen Schweiz und des Bayerischen Waldes anstehen. In innerstädtischen Pflanzgruben ist ein vollständig ausgewechseltes, gepuffert saures Substrat Vorbedingung; auf nicht angepassten Standorten ist die Spezifikation nicht zu verantworten.

Hervorzuheben ist die unter den GaLaBau-Bäumen seltene Toleranz gegenüber zeitweise vernässten Standorten, die Acer rubrum für staunässegefährdete Senken, Versickerungsanlagen und Retentionsmulden empfiehlt, sofern der pH-Wert stimmt. Die Frosthärte reicht im verholzten Zustand bis etwa -30 °C und ist damit für sämtliche deutschen Klimaregionen einschließlich der kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen ausreichend; Spätfrostschäden am früh austreibenden Holz sind in den Hochlagen des Bayerischen Alpenvorlandes vereinzelt zu beobachten.

Die Stadtklimaverträglichkeit ist bei gesicherter Bodenchemie gut: Hitze und sommerliche Trockenheit der versiegelten Lage werden moderat ertragen, die Streusalzempfindlichkeit ist allerdings ausgeprägt, weshalb von hochbelasteten Hauptverkehrsstraßen abzuraten ist. Das Wurzelsystem bildet ein eher flaches, dichtes Geflecht, das in beengten Baumscheiben Belagsschäden verursachen kann und einen ausreichend bemessenen Wurzelraum nach FLL-Vorgabe erfordert. Phytosanitär unauffällig, ohne die für Aesculus, Fraxinus oder Platanus relevanten Schaderreger; in der Klima-Artenmatrix-Diskussion wird die Art als Zukunftsbaum nur unter der genannten Bodenrestriktion geführt.

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