Kleinkroniger Stadtbaum mit dichter Kugelkrone auf Hochstamm
Spitzahorn ‘Globosum’ · Acer platanoides ‘Globosum’
Der Kugel-Spitzahorn ist ein veredelter Kleinkronenbaum mit naturwüchsig kugelförmiger, dichter Krone auf gerader Stammbildung, eingesetzt vor allem dort, wo Stellplatz, Wohnstraße oder Quartiersplatz einen klar konturierten Stadtbaum mit begrenztem Raumanspruch verlangen.
Kernfakten
Über diese Sorte
Acer platanoides 'Globosum' ist eine im 19. Jahrhundert ausgelesene Veredlung der Stammart, die als Hochstamm auf rund 1,8 bis 2,2 m Stammhöhe geliefert wird und im Alter eine kompakte, von Natur aus geschlossen-kugelige Krone von vier bis sechs Metern Durchmesser ausbildet. Das Wachstum ist langsam, der Habitus regelmäßig, und die Endhöhe bleibt mit vier bis sechs Metern deutlich unter der Stammart. Daraus ergibt sich ein berechenbarer Raumanspruch, der die Sorte für Standorte mit knappem oberirdischem Profil prädestiniert.
Die Frosthärte folgt der Stammart und reicht etwa bis -28 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden; zuverlässig winterhart von der Oberrheinebene über das Rheinland und Norddeutschland bis in die kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen. Spätfrostgefährdung ist gering, da der Laubaustrieb erst nach den maitypischen Frostperioden einsetzt. In ungeschützten Hochlagen oberhalb 700 m kann es bei länger anhaltendem Kahlfrost zu Rindenschäden an der…
Acer platanoides 'Globosum' ist eine im 19. Jahrhundert ausgelesene Veredlung der Stammart, die als Hochstamm auf rund 1,8 bis 2,2 m Stammhöhe geliefert wird und im Alter eine kompakte, von Natur aus geschlossen-kugelige Krone von vier bis sechs Metern Durchmesser ausbildet. Das Wachstum ist langsam, der Habitus regelmäßig, und die Endhöhe bleibt mit vier bis sechs Metern deutlich unter der Stammart. Daraus ergibt sich ein berechenbarer Raumanspruch, der die Sorte für Standorte mit knappem oberirdischem Profil prädestiniert.
Die Frosthärte folgt der Stammart und reicht etwa bis -28 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden; zuverlässig winterhart von der Oberrheinebene über das Rheinland und Norddeutschland bis in die kontinental geprägten ostdeutschen Tieflagen. Spätfrostgefährdung ist gering, da der Laubaustrieb erst nach den maitypischen Frostperioden einsetzt. In ungeschützten Hochlagen oberhalb 700 m kann es bei länger anhaltendem Kahlfrost zu Rindenschäden an der Veredlungsstelle kommen, was bei der Sortimentswahl zu berücksichtigen ist.
Hinsichtlich der Stadtbaumeignung erbt 'Globosum' die hohe Toleranz der Stammart gegenüber Bodenverdichtung, Stadtklima und Streusalz; die Art gilt seit den Ulmensterben-Jahren als bewährter Ersatzbaum und übersteht versiegelte Standorte besser als viele Vergleichsarten. Das Wurzelsystem ist herzwurzelartig flach, was bei beengten Baumscheiben die Beachtung der FLL-Empfehlungen zum Wurzelraum nahelegt, gegenüber Belägen aber weniger aggressiv ausfällt als bei großkronigen Ahornsorten. Standortansprüche sind moderat: durchlässige Lehme bis sandige Substrate, pH-tolerant, einzig ausgeprägte Staunässe wird auf Dauer nicht vertragen.
Die für die Gattung relevante Russrindenkrankheit (Cryptostroma corticale) betrifft vor allem Acer pseudoplatanus; A. platanoides zeigt deutlich geringere Anfälligkeit, gelegentlich treten Verticillium-Welke und Mehltau auf. Der dichte Kronenaufbau erzielt ab dem fünften Standjahr einen geschlossenen Schattenwurf, gelblich-grüne Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb, die Herbstfärbung verläuft goldgelb. Schnitt ist selten erforderlich; die Krone hält ihren Habitus über Jahrzehnte, sodass sich die Sorte für Wohnstraßen, Quartiersplätze, Parkplatzbäume und formale Vorgartensituationen eignet, wo eine niedrige, gleichmäßige Krone das gestalterische Argument trägt.
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