Purpurblättriger Solitär für lichten Halbschatten und gestalterische Akzente
Japanischer Ahorn ‘Atropurpureum’ · Acer palmatum ‘Atropurpureum’
Als kompakter, purpurblättriger Solitär eignet sich diese Form des Japanischen Ahorns für geschützte, halbschattige Standorte in repräsentativen Gartenanlagen, Innenhöfen und Stadtparks, wo eine ausgeprägte Saisonfärbung über drei Vegetationsphasen gestalterisch tragend wirkt.
Kernfakten
Über diese Sorte
Im erwachsenen Zustand erreicht die Sorte etwa 4 bis 6 m Höhe bei 3 bis 4 m Kronenbreite und bleibt damit deutlich kompakter als die Art, was sie für Innenhöfe, Vorgärten und kleinere Anlagenflächen prädestiniert. Der Wuchs ist langsam, der Habitus mehrstämmig bis breitobovat, mit fein verzweigter Astanbindung, die auch in der laubfreien Zeit eine differenzierte Wintersilhouette ergibt. Die fünf- bis siebenlappigen Blätter treiben im Frühjahr in kräftigem Purpurrot aus, halten den dunklen Farbton über den Sommer und färben sich im Oktober leuchtend scharlachrot, bevor sie fallen.
Frosthart bis etwa minus 18 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden, in geschützter Stadtlage auch tiefer; in offenen Lagen der ostdeutschen Tieflagen sowie bei länger anhaltendem Kahlfrost ist ein Schadensrisiko am einjährigen Holz gegeben, sodass die Sorte zuverlässig in der Niederrheinischen und Kölner Bucht, im Oberrheingraben und in milderen Lagen des bayerischen Alpenvorlandes empfehlenswert ist,…
Im erwachsenen Zustand erreicht die Sorte etwa 4 bis 6 m Höhe bei 3 bis 4 m Kronenbreite und bleibt damit deutlich kompakter als die Art, was sie für Innenhöfe, Vorgärten und kleinere Anlagenflächen prädestiniert. Der Wuchs ist langsam, der Habitus mehrstämmig bis breitobovat, mit fein verzweigter Astanbindung, die auch in der laubfreien Zeit eine differenzierte Wintersilhouette ergibt. Die fünf- bis siebenlappigen Blätter treiben im Frühjahr in kräftigem Purpurrot aus, halten den dunklen Farbton über den Sommer und färben sich im Oktober leuchtend scharlachrot, bevor sie fallen.
Frosthart bis etwa minus 18 °C in durchlässigem, nicht staunassem Boden, in geschützter Stadtlage auch tiefer; in offenen Lagen der ostdeutschen Tieflagen sowie bei länger anhaltendem Kahlfrost ist ein Schadensrisiko am einjährigen Holz gegeben, sodass die Sorte zuverlässig in der Niederrheinischen und Kölner Bucht, im Oberrheingraben und in milderen Lagen des bayerischen Alpenvorlandes empfehlenswert ist, in rauen Mittelgebirgs- und kontinental geprägten Lagen jedoch nur in windgeschützter Position. Spätfröste können den frühen Austrieb schädigen, weshalb frostfreie Mulden zu meiden sind.
Die Sorte verlangt einen schwach sauren bis neutralen, humosen, gleichmäßig feuchten Boden mit guter Drainage; Staunässe wird nicht vertragen, ausgeprägte Sommertrockenheit ebenso wenig, da das Wurzelsystem flach bis herzförmig ausgebildet ist. Volle Mittagssonne in versiegelten, hitzeexponierten Lagen führt regelmäßig zu Blattrandnekrosen und Ausbleichen der Purpurfärbung, weshalb lichter Halbschatten oder ein nach Süden abgeschirmter Standort die belastbare Empfehlung bleibt. Als klassischer Stadtbaum im Sinne der GALK-Straßenbaumliste ist die Sorte nicht geeignet; ihre Stärke liegt im repräsentativen Pflanzgefäß, im Innenhof und im Schmuck- oder Themengarten.
Die Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit ist im Vergleich zu Acer pseudoplatanus, der unter Russrindenkrankheit zunehmend ausfällt, moderat; gelegentlich tritt Verticillium-Welke auf trockenheitsgestressten Pflanzen auf, weshalb ausreichende Wasserversorgung in den ersten Standjahren entscheidend für die langfristige Vitalität ist. Die Sorte wird traditionell veredelt; ein in dreijähriger engorda stabilisierter torrão erleichtert die Etablierung am Endstandort.
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