Heimischer Stadtbaum mit kompakter Krone für klimaresiliente Pflanzungen
Feldahorn · Acer campestre
Der Feldahorn (Acer campestre) ist eine mitteleuropäisch heimische, kleinkronige Baumart mit nachgewiesener Stadtklimaverträglichkeit, die sich für innerstädtische Standorte mit begrenztem Wurzelraum, verdichteten Böden und sommerlicher Hitzebelastung als zuverlässige Alternative zu großkronigen Acer-Arten anbietet.
Über diese Art
Als Art des kontinentalen und atlantischen Europas, die in deutschen Hartholzauen, Hecken und Waldsäumen heimisch ist, bringt Acer campestre eine genetisch verankerte Anpassung an mitteleuropäische Witterungsverläufe mit, die wenige nicht-heimische Stadtbäume vorweisen können. Frosthart bis etwa minus 25 °C zeigt der Feldahorn in allen deutschen Klimaregionen, von der Oberrheinebene bis ins ostdeutsche Binnenklima, eine zuverlässige Überwinterung; ausgeprägter Kahlfrost wird ebenso vertragen wie die wechselnden Frost-Tau-Zyklen, die importierten Sortimenten regelmäßig zusetzen.
Spätfrostgefährdung besteht aufgrund des mäßig späten Laubaustriebs zwischen Ende April und Mitte Mai nur in ausgesprochen kalten Senkenlagen.
Die Stadtbaumeignung ist gut dokumentiert: Der Feldahorn toleriert Bodenverdichtung, sommerliche Hitzebelastung an versiegelten Standorten sowie eine moderate Streusalzlast, sofern keine direkte Salzaufnahme über den Wurzelraum erfolgt. Bei den Bodenansprüchen zeigt er…
Als Art des kontinentalen und atlantischen Europas, die in deutschen Hartholzauen, Hecken und Waldsäumen heimisch ist, bringt Acer campestre eine genetisch verankerte Anpassung an mitteleuropäische Witterungsverläufe mit, die wenige nicht-heimische Stadtbäume vorweisen können. Frosthart bis etwa minus 25 °C zeigt der Feldahorn in allen deutschen Klimaregionen, von der Oberrheinebene bis ins ostdeutsche Binnenklima, eine zuverlässige Überwinterung; ausgeprägter Kahlfrost wird ebenso vertragen wie die wechselnden Frost-Tau-Zyklen, die importierten Sortimenten regelmäßig zusetzen.
Spätfrostgefährdung besteht aufgrund des mäßig späten Laubaustriebs zwischen Ende April und Mitte Mai nur in ausgesprochen kalten Senkenlagen.
Die Stadtbaumeignung ist gut dokumentiert: Der Feldahorn toleriert Bodenverdichtung, sommerliche Hitzebelastung an versiegelten Standorten sowie eine moderate Streusalzlast, sofern keine direkte Salzaufnahme über den Wurzelraum erfolgt. Bei den Bodenansprüchen zeigt er sich ungewöhnlich tolerant gegenüber schweren Lehmen, kalkhaltigen Substraten und mäßig sauren Standorten; lediglich dauerhafte Staunässe ist auszuschließen.
Das Herzwurzelsystem mit ausgeprägter Tiefenstaffelung ermöglicht den Einsatz in Pflanzgruben mit begrenztem Wurzelraum nach FLL-Empfehlung, ohne dass aggressives Oberflächenwurzeln Beläge gefährdet.
Krankheits- und schädlingsseitig ist die Art im Vergleich zu den unter erheblichem phytosanitärem Druck stehenden Gattungen Fraxinus, Aesculus und Platanus deutlich unauffälliger; Echter Mehltau (Uncinula bicornis) kann an exponierten Jungbäumen auftreten, bleibt in der Regel jedoch ohne wirtschaftliche Bedeutung. Verticillium-Welke ist bei vorbelasteten Böden zu berücksichtigen.
Der Habitus entwickelt sich rundkronig bis breiteiförmig, in der ausgewachsenen Höhe von acht bis zwölf Metern und mit sechs bis zehn Metern Kronenbreite, womit sich die Art als kleinkroniger Solitär, als Hausbaum auf engeren Plätzen und in Baumreihen unter beengten Verhältnissen eignet. Die Borke zeigt im Alter charakteristisch korkige Längsrisse, die im laubfreien Zustand strukturwirksam bleiben.
Die Herbstfärbung verläuft je nach Sommerwitterung und Standort von leuchtendem Gelb bis Goldgelb über etwa zwei bis drei Wochen; rotgefärbte Einzelbäume sind in der Wildform dokumentiert, jedoch sortenuntypisch.
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